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Muskeln und Organe – wie hängt das beim Training zusammen?

Bei den meisten Sportarten liegt der Fokus vor allem auf Muskelaufbau und Muskelerhalt. Das ist zweifellos wichtig – doch Training kann weit mehr sein als reine Kräftigung. Richtig ausgeführt, wirkt Bewegung nicht nur formend und stabilisierend, sondern auch beruhigend, schmerzlindernd und mobilisierend. Darüber hinaus – und das erstaunt viele – kann Training einen äußerst positiven Einfluss auf unsere inneren Organe haben.

Bewegung unterstützt die Organe dabei, gesund, funktionstüchtig und anpassungsfähig zu bleiben. Gesunde Organe zeichnen sich durch Elastizität, ein gutes Volumen und einen natürlichen Innendruck aus. Sie sind frei beweglich, gut durchblutet und in der Lage, Flüssigkeiten optimal auszutauschen. Diese Beweglichkeit und Versorgung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen können und der Körper insgesamt in Balance bleibt.

Sind Organe hingegen eingeengt oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, kann dies weitreichende Folgen haben. Häufig sind sie dann schlechter durchblutet, verlieren an Volumen und Spannung, und ihr natürlicher Druck gerät aus dem Gleichgewicht. Solche Einschränkungen können unter anderem zu Verkrampfungen im Verdauungsbereich führen oder ein unangenehmes Druckgefühl im Bauchraum verursachen. Diese inneren Spannungen bleiben nicht isoliert, sondern wirken sich unmittelbar auf das gesamte Skelett- und Bewegungssystem aus.

Betrachtet man die Organe im Körper aus einer übergeordneten Perspektive, lassen sie sich wie übereinandergestapelte „Organtaschen“ vorstellen, die gemeinsam eine sogenannte Organsäule bilden. Diese Organsäule ist keineswegs statisch: Die Organe bewegen sich nicht nur sanft nach oben und unten, sondern auch nach vorne, nach hinten und zur Seite. Diese feinen, dreidimensionalen Bewegungen sind essenziell für ihre Funktion – und für unsere Haltung.

Was nur wenige wissen: Ohne diese bewegliche Organsäule wäre die Wirbelsäule gemeinsam mit der Rückenmuskulatur nicht in der Lage, den Körper dauerhaft aufrecht zu halten. Die Stabilität unseres Rückens entsteht also nicht allein durch Muskeln und Knochen, sondern auch durch die gesunde Dynamik der inneren Organe.

Daraus ergibt sich ein zentraler Zusammenhang: Arbeiten die Organe gut und sind frei beweglich, profitieren auch Gelenke, Muskulatur und Haltung. Umgekehrt gilt ebenso: Gut funktionierende Gelenke und ausgewogen trainierte Muskeln unterstützen die Organe in ihrer Arbeit. Training wirkt somit immer ganzheitlich – von innen nach außen und von außen nach innen.

So – das war´s für heute – es grüßt SIe wieder Ihre Petra Walter, Personal Trainierin in Wiesbaden bei Ihnen zuhause.

BIld: shutterstock Asset-ID: 2673574733

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