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Schlechte Stimmung erhöht die Gefahr von Verspannungen

Das konnte ich neulich im Gruppentraining feststellen. Der Gymnastik-Stunde vorausgegangen war ein Disput über eine Kollegin, die sich auf einem Fest anscheinend unschön verhalten hatte.

Die Gruppe steigerte sich rasch in eine deutliche Empörung hinein und ich konnte nur mit Mühe die Stunde beginnen. Trotz aufmunternden Worten meinerseits und der Bitte, den Vorfall jetzt zu ad acta zu legen, fühlte ich auch noch nach Minuten, dass die schlechte Stimmung im Raum hing. Wir machten die üblichen Aufwärm-Übungen und danach begann ich mit dem Muskeltraining.

Es dauerte nicht lange, da meinte die eine Teilnehmerin, diese Übung bekäme ihr jetzt aber so gar nicht (obwohl ich diese Übung immer mache). Kurz darauf klagte eine Andere über Kreuzschmerzen beim Bauchtraining und setzte sich abrupt auf. Die Bewegungen waren alle nicht mehr so harmonisch, wie sie sonst waren und die ganze Stimmung war irgendwie getrübt. Als dann eine weitere Teilnehmerin über Armschmerzen klagte (hatte sie sonst nie), ließ ich alles sein und begann mit Atemübungen. Nach einer Weile, die allerdings 15 Minuten dauerte, merkte ich, dass die Aggressivität nachließ.

Was sagt uns das?
Wenn Sie trainieren wollen und in unguter Stimmung sind, sollten Sie vorher Atemübungen machen. Tiefes Atmen beruhigt und lässt den Geist wieder frei werden. Atmen Sie länger aus als ein und machen Sie diese Übung mindestens 20x. Atmen Sie ganz aus und zählen Sie dann die Sekunden, bis Sie dringend wieder einatmen müssen.
Die Zeit ohne Atmen (nicht Luft anhalten!) sollte mindestens 20 Sekunden betragen. Unter dieser Zeit sollten Sie nicht beginnen, zu trainieren. Die Gefahr, sich Verspannungen oder Verletzungen zuzuziehen ist bei angespannter Muskulatur (entspricht verärgertem Geist) doppelt so hoch.

Ich hätte also die Atemübungen vorher machen sollen und danach trainieren – das wird mir eine Lehre sein. In der nächsten Stunde in der Woche darauf war alles wieder gut, aber die Auswirkungen der verärgerten Stimmung ist mir in Erinnerung geblieben.

Ein verärgerter, empörter Geist verändert die Atmung und diese veränderte Atmung verringert die Sauerstoffzufuhr, und damit die Sauer- und Nährstoffzufuhr an den Muskeln und Organen. Der Volksmund sagt es so schön „Das verschlägt mir den Atem“: achten Sie darauf, ihn wieder zu bekommen.

 Bis zum nächsten Mal – es grüßt Euch Eure Stefanie Zimmermann, Personal Trainer in Wiesbaden

 

Bild Shutterstock Bild-ID: 143508376:

 

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